Samstag, 18. Dezember 2010

Wenn das Alter stimmt....

Stimmt es auch zwischen Mann und Frau, denn Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen, zumindest nicht, wenn sie im gleichen Alter sind. Laut einer Umfrage der Zeitschrift FÜR SIE ergab kürzlich, dass Probleme beim Sex ein Trennungsgrund für die überwiegende Mehrheit der Frauen ist. Das mag euch sicher wundern, denn schließlich gelten eher die Männer als diejenigen, für die Sex das A und O in einer Beziehung ist. Aber dann wirft man einen Blick auf die Umfrage und stellt fest, dass sie Frauen im Alter zwischen 30 und 55 befragt haben. Und dann ist plötzlich alles klar.
Der Evolution ist nämlich ein kleiner Fehler unterlaufen, was sexuell erfüllte Beziehungen zwischen etwa Gleichaltrigen betrifft und der magische Wendepunkt, an dem das Verhältnis plötzlich kippt, liegt so etwa um die 30. Bis dahin darf man sich getrost des Klischees vom widerwilligen Weibchen und dem nimmersatten Jäger bedienen, denn so sieht die traurige Realität in vielen Fällen aus.
Männer mutieren mit der Pubertät zu Wesen, die irgendwo im Hirn einen sehr wackeligen Kippschalter haben, der schon bei der leisesten Ahnung eines sexuellen Erlebnises unter Blut Mangel im Kopf leiden. Sie können (und wollen vor allem) nahezu ständig Sex haben und sind bereit, dafür so einiges zu investieren. Leider fehlt ihnen oft die nötige Erfahrung, um das Erlebnis für beide Seiten erfreulich zu gestalten.
Mit 30 scheint dieser Schalter dann immer unbeweglicher zu werden, weil plötzlich andere Dinge wie Karriere, Familie, häusliche Gemütlichkeit oder sonst etwas wichtiger geworden sind. Außerdem macht der Körper plötzlich sehr deutlich klar, dass er nicht länger gewillt ist, jede Anstrengung in Kauf zu nehmen. Wozu also noch Mittwoch Sex haben, wenn man doch schon Dienstag beim Squash geschwitzt hat und sich am Samstag eh wieder zwischen den Laken abmühen muss. Jetzt hat Mann zwar die erforderliche Übung, aber ist zum Sofa Helden mutiert.

Leider, leider ist es bei Frauen meist genau umgekehrt. Mir sind nur wenige Frauen begegnet, die von befriedigenden Erfahrungen mit Anfang 20 berichten können. Natürlich hat man trotzdem Sex und findet es auch irgendwie »nett«, ist ja auch nicht schlecht fürs Selbstbewusstsein.
Mit Anfang 20 sind die meisten Frauen viel zu verkrampft, um guten Sex, geschweige denn weltbewegende Orgasmen haben zu können. Erst nach ein paar jahren hört man auf, sich ständig Gedanken über Cellulite zu machen (weil man sie im Zweifel jetzt hat und sie auch durch größtmögliche gedankliche Anstrengung nicht wieder weggehen wird), über unvorteilhafte Positionen (die Schwerkraft und so) oder darüber, ob man sich nun zuviel oder zuwenig, zu laut oder zu leise bewegt.
Mit 30 soll man endlich ein wenig Gelassenheit und Gnade mit sich selbst dazu gewonnen und einiges über Entspannung gelernt haben. Man kann sich vielleicht sogar seine schmutzigen Fantasien eingestehen ohne dabei leuchtend rot zu werden. Und dann kann man plötzlich auch hemmungslosen, absolut fantastischen Sex haben.
Aber dann ist der Kerl meist auch schon 30+, kommt Dienstags vom Squash und will statt Sex lieber Fußball gucken. Was bleibt einem da noch, außer neugierigen FÜR SIE Marktforschern das Herz auszuschütten und insgeheim mit einem jugendlichen TOYBOY zu Flirten, was seit Madonna ja auch schon als Zukunftstrend gehandhabt wird.
Nicky woo

1 Kommentar:

  1. Toller Post;-)
    Vieles kann ich sofort bestätigen^^....
    und den Rest dann warscheinlich auch wenn ich 30. bin;-).

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