Dienstag, 24. Mai 2011

Liebe geht durch den Magen!


Wenn wir Schmetterlinge im Bauch haben und frisch verliebt sind, spüren wir selten Hunger und können meist nur von Luft und Liebe leben. Bei einer Trennung hingegen dreht sich das Hungergefühl um und wir fangen an Trost bei Schokolade und Süßigkeiten zu suchen. Fast jeder Mensch dürfte diese Situationen schon einmal durchlebt haben. Doch mit dem Phänomen, dass unser Appetit vom aktuellen Zustand unserer Gefühle abhängig ist, haben sich wahrscheinlich die wenigsten beschäftigt. Wir gehen dem Ganzen mal auf die Spur!

Ob Liebe, Kummer, Stress oder Wut: Die unterschiedlichsten Gefühlszustände können unseren Appetit stark beeinflussen. Egal, ob manche Menschen versuchen ihren Kummer mit Essen zu bewältigen, ihre Wut mit Süßigkeiten zu begraben oder vor lauter Freude gar nichts herunter bekommen: Irgendwie schlägt uns die Stimmung auf den Magen! Und dieses Phänomen scheint einen ganz einfach Grund zu haben: Hormone. Sie erhöhen das Testosteron im Körper, versorgen ihn mit Adrenalin und halten uns mit Dopamin auf Trab. Hormone veranlassen in unserem Körper die unterschiedlichsten Stimmungszustände und wirbeln die physiologischen Abläufe kräftig durcheinander.

Wenn man verliebt ist...
Bei Verliebten ist der Spiegel des Hormons Phenylethylamin (PEA) besonders hoch und sorgt nicht nur für Schmetterlinge im Bauch, sondern auch für einen gezügelten Appetit. Und ist der Hormonhaushalt schon hoch, braucht der Körper keine zusätzliche Hormonzufuhr. Das Gehirn sendet keine Signale an den Magen neue Nahrung zu benötigen und wirkt daher wie ein emotionaler Appetitzügler. Glückliche Menschen verspüren daher seltener ein Hungergefühl und der Griff zum Schokoriegel bleibt aus. Das Hormon Phenylethylamin (PEA) ist daher auch häufig in Diätprodukten und Fitnessdrinks zu finden.

Wenn man traurig ist...
In stressigen Situationen oder bei negativer Stimmung fehlt dem Körper dieses Glückshormon Phenylethylamin (PEA), das er versucht durch die Zuführung von Lebensmitteln wieder herbei zu führen. Folglich wirkt sich die negative Stimmung auf unser Hungergefühl aus und wir fangen an zu essen. Dabei greift das Gehirn auf ein „Belohnungsprinzip“ zurück, was viele Menschen auch als „Frustessen“ bezeichnen. Durch die Essenszufuhr von Schokolade, Süßigkeiten oder Chips steigt der Hormonhaushalt im Körper und wir fühlen uns weniger gestresst oder traurig.

Um dem Kummerspeck aus dem Weg zu gehen und die emotionale Befriedigung nicht im Essen zu suchen, kann man ganz einfach auf die Signale des Körpers hören. Vor allem sollten Stress, Kummer und Wut nicht mit Essen kompensiert, sondern besser durch andere Aktivitäten ausgeglichen werden. Besonders sportliche Aktivitäten sind hier empfehlenswert: Denn Joggen, Rad fahren und Co. sorgen nicht nur dafür, dass die Pfunde purzeln, sondern steigern auch das Glückshormon im Körper. So bleibt man schlank und glücklich!

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